Körperorientierte Psychotherapie
Körperorientierte Psychotherapie geht davon aus, dass sich seelische Erfahrungen im Körper spiegeln – in Haltung, Spannung, Atmung und Bewegung. Der Körper erinnert sich oft früher als der Kopf.
In meiner Arbeit verbinde ich Gespräch mit körperbezogener Wahrnehmung. Ich arbeite mit Mentalfeldtechniken und beziehe manuelle Impulse ein, die seelische Prozesse unterstützen.
Shén Dào
Strukturelle Faszienarbeit im psychotherapeutischen Kontext
Faszien bilden ein feines, zusammenhängendes Netzwerk im gesamten Körper. Sie reagieren auf Belastung, Stress und emotionale Erfahrungen. Über die Zeit können sich Spannungsmuster entwickeln, die Halt geben, aber auch Bewegung, Ausdruck und Kontakt einschränken. Strukturelle Faszienarbeit kann für die therapeutische Arbeit also bedeutsam sein.
Vielleicht kennst du das Gefühl chronischer Anspannung, nie richtig loslassen zu können ohne dafür eine organische Ursache zu finden. Solche Körperempfindungen können seelische Wurzeln haben – und dort lassen sie sich auch lösen.
Shén Dào – die Wurzeln
Die Faszienarbeit, wie ich sie praktiziere, folgt einem ganzheitlichen Ansatz nach Dr. med. Achim Eckert. Er hat Shén Dào aus dem Rolfing weiterentwickelt und um wesentliche psychische und energetische Aspekte bereichert.
Während das klassische Rolfing primär strukturell arbeitet, bezieht Shén Dào die Konzepte der Traditionellen Chinesischen Medizin mit ein – insbesondere die psychosomatische Bedeutung der Meridiane. Dadurch wird die Arbeit an den Faszien zu einer Arbeit in Beziehung zu emotionalen und seelischen Prozessen.
Achtsam von der Schale zum Kern
Die Behandlung folgt einer klaren inneren Logik, sozusagen von der Schale zum Kern. Die Reihenfolge ergibt sich aus den funktionellen Zusammenhängen des Fasziennetzes und den energetischen Flussprinzipien der Meridiane.
Die Faszienarbeit ist eingebettet in den therapeutischen Dialog. Ziel ist das Ermöglichen von Wahrnehmung, Regulation und Integration – im Körper wie in der Psyche.
Warum Begleitung wichtig ist
Wenn sich Spannungen lösen, können Gefühle oder Erinnerungen auftauchen, die lange verschlossen waren. Genau dafür ist der therapeutische rahmen da. Ich begleite dich durch das, was hoch kommt und helfe dir, das Erlebte zu integrieren. Du musst dich nicht selbst auffangen.
Faszien & Schutzmechanismen
Spannungsmuster, Haltung und Bewegung können Hinweise auf innere Schutzmechanismen und biografische Prägungen geben. Hier knüpft Shén Dào an das körperpsychotherapeutische Konzept von Wilhelm Reich an – insbesondere an seine Theorie der Körper- und Charakterstrukturen.
Wilhelm Reich ging davon aus, dass frühe emotoinale Erfahrungen sich im Körper festsetzen. Sie manifestieren sich in muskulären Verspannungen, die er als »Charakterpanzer« beschrieb. Diese Muster dienten ursprünglich dem Schutz – etwa vor überwältigenden Gefühlen oder belastenden Situationen. Im Laufe des Lebens wirken sie oft zunehmend einschränkend. Diese Muster zeigen sich auf mehren Ebenen: in der Selbstwahrnehmung, im Körper und der Körperhaltung und auch in der Beziehungsgestaltung. Sie fixieren uns auf bestimmte Glaubenssätze und Verhaltensmuster, die uns von unserem lebendigen Erleben trennen.
Mit dem NARM-Modell (NeuroAffective Realtional Model) erlebt Reichs Arbeit ein Renaissance. NARM verbindet sie mit modernen Erkenntnissen aus der Bindungsforschung und Traumatherapie.
Körperstrukturen konkret
Vielleicht ziehst du automatisch die Schultern hoch, wenn es stressig wird. Oder dein Atem wird flach, sobald Nähe entstehet. Solche Muster haben oft eine Geschichte. Dabei geht es nicht um Zuschreibung oder Schuld. Wenn wir uns unserer Muster bewusst werden, ist es ein erster Schritt hin zu Veränderung.
Die Arbeit mit den Faszien dient in diesem Rahmen der Unterstützung psychotherapeutischer Prozesse. Durch achtsame, gezielte Berührung können sich emotionale Spannungen lösen, Wahrnehmung vertiefen und neue innere Erfahrungen entstehen. Oft werden dabei Gefühle, Erinnerungen oder innere Bilder zugänglich, die anschließend im Gespräch integriert werden.
Was es nicht ist
Die manuelle Arbeit ersetzt keine medizinische oder physiotherapeutische Behandlung.
Erfahrungsbericht
»Die Behandlung über 10 Sitzungen Shén Dào war sehr positiv. Es fühlte sich am Ende der Behandlungseinheiten immer sehr befreiend und entspannt an. Die positive Art von Frau Molde, ihr emphatisches und freundliches Wesen halfen dabei, sich rundum gut aufgehoben und wohl zu fühlen. Ihr fachliches Wissen ist immens vielfältig und umfassend. Sie konnte mich so sehr gut abholen und gab mir das Gefühl gut aufgehoben zu sein. Ich kann Frau Molde nur wärmstens empfehlen. Ich war einfach rundherum zufrieden und mein Leben hat sich sehr positiv verändert im Anschluss an die Behandlungseinheiten.« I.
Meridiane
& innere Balance
Ergänzend beziehe ich Konzepte aus der Traditionellen Chinesischen Medizin ein. Meridiane beschreiben funktionelle Zusammenhänge zwischen Körper, Emotion und innerer Regulation. Veränderungen im seelischen Erleben zeigen sich häufig auch im Spannungs- und Empfindungsmuster entlang dieser Bahnen.
Wann das hilfreich ist
Wenn du dich innerlich aufgewühlt fühlst, aber nicht genau benennen kannst, was gerade los ist. Wenn Gefühle diffus bleiben oder dich von dir selbst abgeschnitten fühlst, nicht aus dem Grübeln heraus kommst.
Die Arbeit entlang der Meridiane versteht sich als regulierende Unterstützung innerhalb eines psychotherapeutischen Rahmens. Sie behandelt nicht körperliche Symptome, sondern kann helfen, innere Zustände zu klären, den Kontakt zum eigenen Körper zu vertiefen und emotionale Prozesse zu stabilisieren.
Erfahrungsbericht
»Nach der Massage bei Katinka fühlte ich mich leichter, sortierter und geklärter, so als wäre etwas, das mich vorher seelisch belastet hatte, abgefallen. Die Stunde hat mir sehr gut getan und noch lange nachgewirkt. Eine außergewöhnliche Erfahrung!«
Mentalfeldtechniken
In meiner Arbeit beziehe ich mich unter anderem auf die Mentalfeldtechniken nach Dr. Dietrich Klinghardt. Diese integrieren neurobiologische und energetische Perspektiven und arbeiten mit dem Zusammenhang zwischen Gedanken, Emotionen und körperlichen Empfindungen.
Klopfakupressur
Kennst du das: Ein Gedanke kommt, und sofort schnürt sich alles zusammen? Klopfakupressur nutzt das sanfte Beklopfen bestimmter Körperpunkte, während belastende Themen oder Gefühle präsent sind. Das kann helfen, emotionale Ladung zu regulieren und neue neuronale Verknüpfungen zu ermöglichen.
Der Körper erfährt: Es ist möglich, an ein schwieriges Thema zu denken, ohne in alten Stressmustern zu verharren.
Farbbrillen
Farbbrillen nutze ich, um Zugang zu unbewussten oder verdrängten Inhalten zu schaffen. Bestimmte Farbfrequenzen können helfen, Erinnerungen oder emotionale Anteile ins Bewusstsein zu bringen, die mit Worten allein schwer erreichbar sind.
Was sich dadurch öffnen kann
Manchmal weißt du, dass da etwas ist – aber du kommst nicht ran. Eine Erinnerung, ein Gefühl, ein inneres Bild. Die Arbeit mit Farbbrillen kann diese Tür öffnen. Was dann sichtbar wird, können wir gemeinsam anschauen und therapeutisch bearbeiten.
Genogramm & Aufstellungen
Auch Genogramm- und Aufstellungsarbeit gehören zu den Mentalfeldtechniken. Sie machen familiäre Muster, Bindungsdynamiken und transgenerationale Themen sichtbar und erlebbar.
mehr als Familienforschung
Vielleicht spürst du, dass bestimmte Gefühle oder Konflikte nicht nur deine eigenen sind. Dass sich etwas wiederholt, was schon Generationen vor dir da war. Aufstellungsarbeit macht solche Verstrickungen konkret erlebbar – und damit auch veränderbar. Im geschützten Rahmen kannst du neue Positionen einnehmen, ohne dass es real eskalieren muss.
Diese Methoden nutze ich flexibel und im Dienst des jeweiligen therapeutischen Prozesses.
Wie eine Sitzung gestaltet ist
Eine Sitzung orientiert sich an deinem Anliegen und dem, was du aktuell brauchst. Sie kann Gespräch, Körperwahrnehmung, Atem- und Regulationsarbeit sowie manuelle Impulse oder Mentalfeldtechniken umfassen.
Manchmal reicht ein Gespräch, Manchmal braucht es den Körper als Zugang. Manchmal arbeiten wir mit inneren Bildern, mit Farbe oder mit Berührung.
Dauer und Schwerpunkt variieren und werden gemeinsam abgestimmt.